rosen
 
   
Begegnung mit Rosen


Alma de L´Aigle

"Dieses Buch ist ein völlig neuer Typ unter den Rosenbüchern... Die Beschwingtheit aber ist ständig mit eindringlicher Sachkunde verbunden. ein universaler Geist ist bis in die unscheinbarsten Nachbemerkungen ständig spürbar... Kenner und Nichtkenner kommen aus der Überraschung nicht heraus... Baldige internationale Verbreitung ist für mich eine feste Erwartung."

Karl Foerster in "Die Zeit"



Rosa moyesii

Die Moyesii-Gruppe

ROSA MOYESII (Hemsley & Wilson)
aus Nordchina, Parkrose, einmalblühend

"... So manche Ähnlichkeit hat sie mit den Lutea-Arten, aber ihr fehlt völlig diese irgendwie unheimliche Zweifarbigkeit; die einfachen Blüten sind durch und durch gefärbt, kapuzinerrot könnte man auch hier sagen, aber Ober- und Unterseite der Blütenblätter ist gleichfarbig und, wenn die Sonne hindurch scheint, warm wie Kaminfeuer, fast mahagonifarben. Eigenartig ist der Wuchs: steil und lang herausgeschwungene Zweige sind mit kurzen Blättertrieben besetzt, deren jeder eine oder mehrere Blüten trägt, etwas größer als Heckenrosen.
Besonders reizvoll und zierlich ist das vielfiedrige Laub, das dem der Rosa hugonis ähnelt und sich im Herbst auch teilweise rot färbt.
Dann bilden auch die lang flaschenförmigen, rötlichen Hagebutten einen neuen Reiz, der hinter dem der Blüten nicht zurücksteht.
Der Aufbau des Strauches ist durch seine Eigenart, kurze Brakteen an sehr langen Zweigen zu bilden, mit keiner anderen Wuchsart zu vergleichen; er ist völlig übersichtlich, und die Kette der Blüten läuft sozusagen an der ganzen gebogenen Linie des Haupttriebes entlang.

ROSA MOYESII VAR. FARGESII
(R. moyesii fargesii Rolfe)

Diese Abart unterscheidet sich kaum von der Ursorte. Aber interessant sind die dünnen langen, ganz hellen Stacheln, die paarig die dünnen Zweige umstehen, fast waagerecht abstehend. Die zierlichen Fiederblätter sind einzeln fast kreisrund und nur an der oberen Hälfte stark gezähnt. Alles an dieser Rose ist sehr apart, ebenfalls die Büschel der kleinen gelborangefarbenen Flaschen von Hagebutten, die am Grunde ihrer Stiele Nebenblätter haben. Die Blüten sind im Ton röter als die Ursorte, nicht so warm...."


Quelle: Alma de L´Aigle "Begegnung mit Rosen"
2. Auflage 1977 Verlag Frick, Moos, Bodensee